Ein äußerst interessantes Legespiel mit mittelalterlichem Hintergrund. Der Verlag benennt Carcassonne
als einfaches taktisches Legespiel und ich kann dem zustimmen, die Spielregeln sind äußerst einfach.
Die Spielbeschreibung ist sehr detailliert verfasst und schon nach dem ersten Spiel ist kein
Regelbuch mehr nötig.
Der strategische Anteil ist schwieriger zu bewerten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass
ein sinnvolles Taktieren der Legekarten und Gefolgsleute notwendig ist, jedoch sind schon beim Spiel zu zweit,
selten lange Züge planbar.
Das Ziehen der Landschaftskarten ist nun einmal mit etwas Glück verbunden, deshalb machen Grübler
auch das Spiel kaputt. Eine Partie zu zweit ist ohne übertriebenes taktisches Geplänkel
in gut
15- 20 Minuten spielbar und bringt allen Spielern viel mehr Spaß.
Die grafische Gestaltung erinnerte mich an Klaus Teubers "Drunter & Drüber", ansprechend aber nicht
ausreichend für einen Zusatzpunkt.
Das Spielzubehör passt in einen kleinen Karton, besteht es doch nur aus 72 Landschaftskarten und
8 Spielfiguren für 5 Spieler. Die sehr gute Spielidee rechtfertigt den Kritikerpreis des Jahres 2001
und bei diesem Preis, wird das Spiel schnell eine entsprechend große Verbreitung finden.
Anmerkung: Für das Spiel wird eine sehr große Spielfläche benötigt, da niemand weiß, wohin sich die
72 Landschaftskarten ausweiten werden.
Für langanhaltenden Spielspaß gibt es inzwischen diverse Erweiterungen.
Mehr zu den Erweiterungen ist über die Startseite zu finden.
Gesamteindruck: 